Stress am Arbeitsplatz – für wirksame Lösungen ist ein Umdenken notwendig

Am vergangenen Dienstag wurde von der Bundesarbeitsministerin U. von der Leyen der aktuelle “Stress Report 2012” der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin vorgestellt (siehe z.B. Bericht der ARD Tagesschau vom 29.01.2013). Eine Aussage der Studie: der Stress am Arbeitsplatz nimmt immer weiter zu – damit einhergehend ist eine deutliche Steigerung der Krankheitstage, die in psychischen Erkrankungen begründet liegen, zu verzeichnen (+80% in den vergangenen 15 Jahren).

Ich erlebe es in den Unternehmen, dass der Leistungsdruck auf den Einzelnen zunehmend größer wird. Dies hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen: [...]

Wege aus dem Meeting-Marathon…

“Oh ja, die ganzen Emails, das schaffe ich auch nicht mehr…” und “ich komme vor lauter Meetings gar nicht mehr zum Arbeiten!” – dies sind die zwei immer wiederkehrenden Reaktionen von Menschen, denen ich die Idee des Social Enterprise vorstelle und die Vorteile, die sich durch eine transparente Zusammenarbeit über eine Social Intranet Plattform ergeben.

Die Reaktionen der Menschen zeigen, wie hoch der Leidensdruck durch Emails und Meetings in der heutigen Arbeitswelt geworden ist. Nachdem ich das Thema “Wege aus der Email-Überflutung” vor einigen Wochen erörtert habe, möchte ich nun “Wege aus dem Meeting-Marathon…” aufzeigen – denn auch hier kann der Einsatz eines Social Intranets für spürbare Entlastung sorgen.

Das Meeting als Allzweckwaffe

Kennen Sie diese Situation? Sie sind den ganzen Tag von einem Meeting-Raum zum Nächsten gelaufen. [...]

Empfehlung: Initiative Selbstorganisation

Mein geschätzter Kollege Dr. Martin Bartonitz hat vor einigen Tagen die neue Plattform Initiative Selbstorganisation gestartet, auf der Themen rund um menschen-zentrierte Organisationsformen diskutiert werden. Auf der “Über uns“-Seite beschreibt er das Ziel der Initiative:

Die Initiative Selbstorganisation ist ein Open Source Projekt zur Unterstützung des Kulturwandels in unseren Unternehmen. Wie Studien zeigen, sind über 80% der Angestellten in Unternehmen und Organisationen nicht emotional an ihren Arbeitgeber gekoppelt. Damit schieben sie Dienst nach Vorschrift. Und am Ende haben sie innerlich gekündigt.

Die Unterstützer dieser Initiative sind davon überzeugt, dass die Unternehmer viel erfolgreicher sein können, wenn sie das Potential dieser 80% quasi verlorener Mitarbeiter heben. Dieses Blog soll mit Informationen über neueste Erkenntnisse und neue Methoden der Organisation aufzeigen, wie ein Kulturwandel vollzogen werden kann, der zu mehr Innovation und damit Erfolg führen wird. Darstellungen gelebter Praxis der neuen Arbeitskultur sollen Lust zum Mitmachen entfachen.

Ich teile die Überzeugung, dass das Social Enterprise die Unternehmensform der Zukunft sein wird, von der sowohl die Mitarbeiter als auch die Unternehmen profitieren. Ich freue mich über die Einladung als Unterstützer dieser Plattform und den Austausch dort!

Social Media im Unternehmen: zwischen Angst und Mehrwert

Geht es Ihnen auch so? Spreche ich mit jemandem über das Thema Social Media im Unternehmen oder höre einen Vortrag, in dem das Thema angeschnitten wird, gewinne ich immer wieder den Eindruck, dass sehr eindeutige Positionen eingenommen werden: entweder total dagegen oder absolut dafür. Das Thema polarisiert stark – mit der Folge, dass allzu oft eher dogmatisch statt pragmatisch argumentiert wird. Befürworter und Gegner stehen sich dabei in nichts nach. Nur: hilfreich im Sinne des positiven, realistisch erreichbaren Nutzens, die ein Unternehmen erreichen kann, ist das nicht.

Ich finde das schade – denn ich bin überzeugt, das ein intelligenter und inividuell geplanter Einsatz von Social Media, sowohl intern in der Organisation als auch in der externen Kommunikation, große Chancen für Unternehmen bietet. Daher möchte ich in diesem Blog Post auf die Ursachen der übertriebenen Polarisierung eingehen und aufzeigen, wie eine realistische Einschätzung den Weg zu einer erfolgreichen Nutzung ebnet.

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Aktuelle Veröffentlichungen: Artikel zu Social Enterprise, Email-Überflutung, …

Artikel zum Thema Social Enterprise und Social Intranet bei Interviewonline.ch

http://interviewonline.ch/artikel/social-enterprise-2.0.html

http://interviewonline.ch/artikel/der-einsatz-eines-social-intranets-zahlt-sich-zigfach-aus.html

Ein Artikel zum Thema Social Intranet als Wissensmarktplatz bei perspektive-mittelstand.de http://www.perspektive-mittelstand.de/Collaboration-20-Das-Social-Intranet-als-Wissensmarktplatz/management-wissen/4858.html

Artikel zu Wegen aus der Email-Überflutung bei Unternehmer.de http://www.unternehmer.de/management-people-skills/138949-wenn-e-mails-zur-last-werden-wege-aus-der-mail-ueberflutung

Dieser Artikel wurde auch im SAPERION Blog von Dr. Martin Bartonitz aufgegriffen http://www.saperionblog.com/lang/de/hilfe-ich-ertrinke-besser-erteilen-sie-melden-macht-frei-verhalten-eine-absage/6608/

Die Generation Y und klassische Unternehmensorganisationen – ein lösbarer Zwiespalt

Vor kurzem bin ich über Facebook auf den Artikel “Die Generation Y ändert die Unternehmen” bei Spiegel Online aufmerksam geworden. In diesem Interview beschreibt Hr. Sigl, Vorstand Personal bei Audi, die Erfahrungen, die Audi mit der Generation Y macht. Als Generation Y werden die jungen, zwischen 1980 und 1995 geborenen, mit Internet und Vernetzung aufgewachsenen Menschen bezeichnet, die jetzt als Mitarbeiter(innen) in den Unternehmen Einzug halten.

Hr. Sigl zeigt im Interview eine klare Tendenz auf: Die Generation Y und klassische, hierarchische Unternehmensorganisationen passen nicht zusammen. Liest man den Artikel weiter, entsteht der Eindruck, dass Audi die Mitarbeiter der Generation Y verstehen möchte, um sie dann an das Unternehmen anzupassen.

Ich bin der Meinung, dass wir die Sichtweise umdrehen müssen. [...]

Drei Wege aus der Mail-Überflutung

Wer hat sich nicht schon über folgenden Satz geärgert: “Oh, es tut mir leid, ich habe Ihre Email nicht gesehen. Wann haben Sie diese nochmal geschickt? Vor 4 Tagen? Wissen Sie, ich bekomme so viele Emails, da komme ich nicht mehr mit….”. Gerade im beruflichen Umfeld leiden viele Menschen an der nicht mehr zu bewältigenden Email-Flut.

Vor einigen Tagen sprach ich mit einer Kundin genau über dieses Thema. Sie und ihre ganze Organisation leiden darunter, dass der Geschaftsführer seine Emails aufgrund der schieren Menge, bei allem persönlichen Einsatz, nicht mehr bearbeiten kann.

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Social Intranet: Wissen muss investiert werden, um sich zu vermehren

Vor einigen Tagen las ich den Artikel “Building a knowledge economy with social business tools” von Alan Hamilton auf socialbusinessnews.com. Der Artikel arbeitet mit einem Bild, das mir gut gefällt: genau wie Geld muss Wissen investiert werden, um sich zu vermehren. Geld das auf dem Sparbuch liegt, bringt minimalen Ertrag – investiere ich es in ein Unternehmen, habe ich die Chance auf einen guten Ertrag. Gleiches gilt für Wissen: lasse ich Wissen in Email-Postfächern liegen und horte es als Mitarbeiter, vermehrt es sich nicht. Investiere ich es und stelle es auf einem Informationsmarktplatz bereit, bringt es Erträge in Form von Innovationen, schnellen Problemlösungen und effektiveren Abläufen.

Ein Social Intranet ist der Informationsmarktplatz im Unternehmen. Was dieser Marktplatz zum Funktionieren benötigt, wie Unternehmen davon profitieren können und warum Märkte Gespräche sind, werde ich in der Folge beschreiben.

Was ist ein Social Intranet?

Email-Postfach, Filesysteme, CRM, ERP-System – in Unternehmen existieren viele verschiedene Wissens-Silo’s. Viele Unternehmen setzen bereits ein Intranet ein, welches von einer kleinen Gruppe redaktionell gepflegt wird und der Informationsübermittlung an die Mitarbeiter dient. Das Social Intranet setzt technologisch auf das klassische Intranet auf und erweitert dieses um eine elementare Funktion: alle Mitarbeiter können mit einfachen Mitteln Inhalte einzustellen. Über Web2.0-Werkzeuge wie Wiki’s, Blogs und Foren ermöglicht es den direkten Austausch von Informationen zwischen allen Menschen im Unternehmen – und ist somit die technische Basis eines Informationsmarktplatzes, der es ermöglicht, Informationen transparent zu machen, Wissen zu sichern und zu verknüpfen.

Das Social Intranet bringt jenes Prinzip ins Unternehmen, welches das Web 2.0 so erfolgreich macht: Plattformen, auf denen Menschen schnell und direkt in Kontakt treten, sich austauschen und Dinge gemeinsam entwickeln können. Welche Wertschöpfungskraft in diesem Prinzip steckt, sehen wir an einem Beispiel, das heute zu unserem alltäglichen Werkzeug gehört – Wikipedia.

Social Intranet: mehr als eine Technologie

Bleiben wir bei dem Bild des Marktplatzes: Was passiert, wenn alle Marktstände nur verschlossene Boxen wären, niemand seine Ware beschreibt und erzählt was er im Angebot hat? Könnte dann ein Kunde über den Markt gehen, der ein Abendessen kochen möchte, aber noch nicht genau weiß welches Gericht und welche Zutaten er dafür benötigt? Der Kunde bekäme keine Lösung (=kein Abendessen) und der Markt wird irgendwann nicht mehr stattfinden…

Genau diese Situation gibt es heute in vielen Unternehmen: Wissen wird in technischen Silo’s verwaltet und Mitarbeiter behalten ihr Wissen für sich, da sie es als ihren Wert ansehen (“wenn ich mal weg bin, läuft hier nichts mehr”). Experten, die ihr Wissen horten, wurden mit immer höheren Gehältern an das Unternehmen gebunden – eine unproduktive Spirale. Doch wie kann diese aufgelöst werden?

Neben einer Intranet-Technologie, die Web2.0 Werkzeuge bereitstellt, benötigt es einen Kulturwandel in den Unternehmen. Wissen muss als Allgemeingut des Unternehmens angesehen werden, das von allen bereitgestellt und für alle zugänglich gemacht wird. Es ist ein Werkzeug, mit dem alle arbeiten dürfen und sollen! Hierzu bedarf es

  • einem Wertesystem, welches die Bereitstellung von Wissen belohnt und Restriktionen für diejenigen vorsieht, die ihr Wissen für sich behalten
  • Führungskräften, die den direkten, schnellen und ungefilterten Austausch der Mitarbeiter wollen
  • eine Kultur der Fehlertoleranz und des Vertrauens (denn auch Fehler werden sichtbar)

Grundlage für einen kulturellen Wandel ist es, die Menschen mitzunehmen. Dies geschieht durch Vorleben der Führungskräfte sowie durch Erläutern des Nutzens für das Unternehmen. Und – ganz wichtig – durch erlebbare Vorteile für jeden Einzelnen wie  z.B. durch die Reduktion der Email-Flut oder eine schnelle, hilfreiche Antwort auf eine schwierige Frage, die von einem Kollegen kommt, den man sonst nie gefragt hätte.

“in-the-flow”: Wissen im Prozess dokumentieren

Für den erfolgreichen Informationsmarktplatz Social Intranet ist ein weiterer Aspekt wichtig: die Prozess-Integration. Mitarbeiter akzeptieren neue Werkzeuge, wenn sie ihnen einen erkennbaren Mehrwert bringen – sie meiden sie diese, wenn sie neben dem Alltagsgeschäft noch mehr Aufwand machen. Aus diesem Grund ist es wichtig, das Social Intranet schrittweise als Kern-Tool in die Unternehmensprozesse zu integrieren. Dies kann mit einfachen Abläufen beginnen: es wird gebloggt statt gemailt und Dokumente werden gemeinsam im Wiki entworfen anstatt lokal bearbeitet und in x-fach Emai-Ketten untereinander versendet (bei denen niemand weiß, wer gerade die aktuellste Version hat).

“Märkte sind Gespräche” (Cluetrain Manifesto)

Ein Wochenmarkt benötigt eine Infrastruktur, Prozesse (z.B. Warenanlieferung) und Kommunikation – dann können alle Beteiligten davon profitieren. Die Händler verkaufen ihre Ware, die Kunden erhalten Anregungen und erwerben die Ware, die sie für ihr Abendessen benötigen. Der Informationsmarktplatz des Social Intranet basiert ebenso auf Infrastruktur, Prozessen und  Kommunikation. In einem Punkt unterscheidet er sich jedoch von einem Wochenmarkt: die Rollen sind nicht fest vergeben. Jeder Teilnehmer kann sowohl Kunde als auch Lieferant sein. Als Kunde stellen Sie Ihre Herausforderung (z.B. neue Impulse für die Produktentwicklung) im Social Intranet dar und erhalten von den anderen Nutzern (=Lieferanten) wertvolle Hinweise. Im nächsten Moment sind Sie Lieferant, wenn Sie die Frage eines Kollegen nach einer Problemlösung beantworten oder im Blog über ihr aktuelles Projekt berichten.

Von der Nutzung eines Social Intranet als Informationsmarktplatz profitieren alle Beteiligten, da

  • durch unternehmensweite Kommunikation eine breite Sicht auf die Themen und Herausforderungen im Unternehmen erreicht wird und Entscheidungen auf fundierter Basis getroffen werden können
  • es einen zentralen Anlaufpunkt für die Sammlung des Wissens gibt, was die Such-Aufwände deutlich verringert
  • Experten viel schneller gefunden und versteckte Potentiale bei Mitarbeitern deutlich werden
  • das Wissen für das Unternehmen erhalten bleibt, auch wenn Mitarbeiter ausscheiden
  • die Führung (und auch jeder Mitarbeiter) sich jederzeit ein aktuelles und breites Bild über Projekte und Themen im Unternehmen verschaffen kann
  • die Bindung der Mitarbeiter durch eine erhöhte Transparenz und Mitwirkungsmöglichkeiten gefördert wird

Die technische Infrastruktur ist in vielen Unternehmen vorhanden (z.B. mit einem Microsoft Sharepoint Server oder OpenSource Tools wie MediaWiki, WordPress, …) oder kann für geringe Kosten als Cloud-Service gemietet werden (SalesForce, Yammer, Microsoft Office365). Die regelmässige Anpassung von Prozessen ist in Unternehmen heute tägliche Praxis.

Das Cluetrain Manifesto aus dem Jahr 1999 beschreibt sehr eingehend die Veränderungen, die Online-Märkte auf Unternehmen haben. Das Social Web (Web 2.0) ist ein weltweiter Online-Markt und heute allgegenwärtig im privaten und unternehmerischen Umfeld. Es verändert den Umgang mit Wissen – durch freie Vernetzung entstehen Meinungen, Werte und neue Geschäftsideen. Das Social Intranet ist die Plattform, diese wertschöpfenden Prozesse in die Unternehmen zu bringen. Basis hierfür ist eine offene, direkte und übergreifende Kommunikationskultur im Unternehmen, denn: “Märkte sind Gesprächte” (Cluetrain Manifesto, These Nr. 1)

Die Krux von Erfahrungen als Entscheidungsgrundlage…

Erfahrung war in unserer Welt schon immer ein wichtiges Gut und ist es auch heute noch. In alten Stämmen entscheiden die Dorfältesten aufgrund ihrer Erfahrungen über Wohl und Wehe des Stammes. Auch in unserer modernen Welt sind erfahrene Menschen als Berater und Ratgeber sehr angesehen. Und obwohl unsere Trend- und Zukunftsprognosen so aussagekräftig sind wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit, ist die Erfahrung oftmals das wichtigste Kriterium für Entscheidungen. Welche Folgen dies haben kann und wie Trendanalysen unsere Entscheidungen intelligenter machen, werde ich in diesem Beitrag beschreiben.

Erfahrungen geben Sicherheit bei Entscheidungen – doch mit welchen Folgen?

Stehen wir vor einer Herausforderung und müssen eine Entscheidung treffen, geben uns Erfahrungen Sicherheit. Dies verdeutlichen Aussagen wie “Das haben wir schon immer so gemacht!” oder “Das hat beim letzten mal auch geholfen”, die in diesen Situationen gerne verwendet werden.

Ein prominentes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit: seit Jahrzehnten heißt es in Deutschland “Geht es der Autoindustrie gut, geht es dem Land gut!”. Dieser Satz basiert auf Erfahrungen und hat dazu geführt, dass der deutsche Staat in der Finanzkrise 2009 die Autoindustrie mit Milliarden-Subventionen (“Abwrackprämie”) unterstützt hat.  Der Status Quo wurde (erfolgreich) bewahrt, jedoch ohne in die Zukunft gerichtete Impulse.

Wir wissen, dass Auto’s in Zukunft anderswo günstiger produziert werden. Wir wissen, dass noch mehr Auto’s in Zukunft zu noch mehr Staus führen. Wir wissen, dass eine gravierende Klimaveränderung im Gange ist – was zukünftig unseren Wohlstand gefährdet und gleichzeitig neue Zukunftsmärkte im Bereich Klima- und Effizienztechnologien eröffnet.

Jetzt möchte ich die Frage stellen: war die auf Erfahrung beruhende Status-Quo-Subvention intelligent und nachhaltig? Wäre es nicht sinnvoll gewesen, die deutschen Autohersteller im Gegenzug zu verpflichten, bis 2011 Elektroauto’s in Serie anzubieten? Wäre es nicht sinnvoll gewesen, einen Teil der Milliarden in Klima- und Effizienztechnologien oder neue Mobilitätsformen zu investieren, um eine gute Position in Zukunftsmärkten zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen, die den Verlust der Jobs in alten Industrien auffangen?

Das Beispiel zeigt, dass Entscheidungen, die rein auf Basis von Erfahrungen fallen, allenfalls dazu dienen, den Status Quo zu erhalten. Dies führt zu der Situation, die Claire W. Graves treffend beschrieben hat:

“Die Lösungen von heute sind unsere Probleme von morgen”

Beziehen wir jedoch Trends, welche wichtige Parameter unserer Zukunft beschreiben, in unsere Entscheidungen mit ein, finden wir Lösungen, die auch morgen wirken – nachhaltige, intelligente Lösungen.

Im Unternehmensalltag

Auch im Unternehmensalltag  sind Erfahrungen die Basis vieler Entscheidungen. Beispiel Fachkräftemangel: Die Erfahrung hat gezeigt, dass Image-Kampagnen positiv gewirkt haben, um neue Mitarbeiter zu finden. Die Erfahrung hat auch gezeigt, das Personalberater und Headhunter oft geeignete Kandidaten und neue Mitarbeiter gefunden haben. Inzwischen wird es immer schwieriger und teurer, auf diesem Weg neue Mitarbeiter zu finden – denn alle Unternehmen nutzen diese Option und setzen so eine Konkurrenzspirale in Gang, die z.B. die Gehälter in die Höhe treibt.

“Wenn wir merken, es wird schwieriger, verstärken wir unsere Anstrengungen!”

ist der Leitsatz – doch ist das intelligent und nachhaltig? Kurzfristig sind diese Maßnahmen legitim und wirksam, denn sie bewahren den Status Quo. Für nachhaltige, intelligente Lösungen müssen Unternehmen andere Wege gehen.

Hier lohnt ein Blick auf gesellschaftliche Trends. Diese zeigen auf, dass

  • die Basis an verfügbaren Fachkräften kleiner wird
  • die Wirkung von klassischen Image-Kampagnen im Zeitalter des Social Web immer mehr abnimmt, ja sogar kontraproduktiv wirken, wenn sichtbar und im Web 2.0 verbreitet wird, das hinter den Hochglanzfolien keine echten Werte stecken
  • sich die Motivationsfaktoren der Menschen bei der Wahl Ihrer Arbeitsplätze verändern (was u.a. in diesem Video sehr gut dargestellt wird).

Dauerhaft wirksame Maßnahmen bewirken, dass

  • die Basis der potentiellen Mitarbeiter verbreitert wird, indem die Unternehmenskultur und -organisation so weiterentwickelt wird, dass eine alleinerziehende Mutter oder ältere Mitarbeiter reibungslos unter Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse in die Abläufe integriert werden
  • ein Unternehmen eine glaubwürdige, authentische Online Reputation hat, welche Kandidaten zeigt, das es ein wirklich gutes Unternehmen ist
  • das Offenheit, Transparenz und Flexibilität im Unternehmen gelebt werden und damit Rahmenbedingungen herrschen, in denen die Menschen von sich aus die besten Leistungen bringen

Diese Maßnahmen entstehen, wenn bei der Lösungsfindung Trends einbezogen werden. Sie bewahren Unternehmen vor Fehlinvestitionen und wirken auch morgen – intelligent und nachhaltig.

Trendcoaching zeigt intelligente Maßnahmen auf

Wikipedia beschreibt einen Trend als

… ein Instrument zur Beschreibung von Veränderungen und Strömungen in allen Bereichen der Gesellschaft. Die Beschreibung und die Randbedingungen erlauben eine Aussage über die zukünftige Entwicklung.

Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen ermöglichen es, heute Maßnahmen zu ergreifen, welche die Trends nutzen und nachhaltig wirken. Unternehmen, die dies heute bereits umsetzen, schaffen sich große Wettbewerbsvorteile.

trends2move Trendcoaching betrachtet bestehende Herausforderungen mit dem Blick in die Zukunft. Erfahrungen sind wichtige Impulse bei der Lösungsfindung – sie werden eingebunden und bewusst hinterfragt. Wie wird es in 2-3 Jahren sein? Gelten die Erfahrungswerte dann noch? Was können wir heute schon tun, um in der zukünftigen Situation erfolgreich zu sein? Die Antworten auf diese Fragen sind intelligente Maßnahmen, die heute und in der Zukunft wirken.

Sie haben Anmerkungen zu diesen Artikel oder Fragen zum trends2move Trendcoaching?  Kommentieren Sie gerne diesen Artikel und sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf den Austausch!