Aufbau des Unternehmens: Idee und Philosophie – und was dann?

Der Aufbau meines Unternehmens “trends2move” schreitet mit großen Schritten voran, die Ideen und Mehrwerte sind formuliert und präsentabel aufbereitet (siehe Unternehmenspräsentation auf slideshare.net)  und wird in den kommenden Tagen mit dem Launch der offiziellen Website einen wichtigen Meilenstein erreichen – denn dann ist das Unternehmen auch als solches öffentlich sichtbar.  Die ersten Aufträge sind bereits da und Vorträge vereinbart – es stehen intensive Wochen bevor. Damit der “Aufbau-Blog” nicht unkommentiert und ohne richtigen Abschluss “untergeht” nutze ich jetzt nochmal die Gelegenheit, ein paar Aspekte zum Aufbau in kurzer Form zu beschreiben und die Blog-Reihe abzuschliessen.

Idee und Philosophie – und was dann?

Die ersten Beiträge beschrieben insbesondere die Entstehung der Idee und die Philosophie, beides wichtige Bausteine von jedes Unternehmens. Der nächste wichtige Schritt um aus diesen eher weichen Beschreibungen in die Praxis zu kommen, war der Business Plan. Dieser zwingt einen, sich sehr umfassend mit den Inhalten, Leistungen, dem Wettbewerbsumfeld, den Unique Selling Propositions (USP), der Unternehmensstruktur und nicht zuletzt der Finanzierung (Finanzplanung über drei Jahre, Liquiditätsplan, Lebenshaltungskosten usw.) auseinanderzusetzen. Die Erstellung des Business Plans hat mir geholfen, viele unbeantwortete Fragen aufzuspüren und für mich zu beantworten – das ist schon mal unangenehm, schafft aber Klarheit und damit auch Sicherheit für einen selbst. Weiterhin zwingt einen der Business Plan, alle Themen so zu formulieren und darzustellen, das Externe dies alles nachvollziehen können – somit ist es auch ein Training für das eigene Marketing und die Fähigkeit, andere von seiner Idee und dem Konzept zu überzeugen. Ich kann jedem, der sich mit dem Thema Selbständigkeit auseinandersetzt nur empfehlen, einen guten Businessplan zu erstellen – das heißt nicht, das er besonders umfangreich sein muss, sondern dass er so formuliert ist, das andere Menschen ihn verstehen und auch an die Idee glauben können!

Ein nächster Punkt, den ich als sehr hilfreich wahrnehme, ist das Gründungscoaching. Ich arbeite hier mit Fr. Gabriele vom Feld zusammen (Alpha Gründerforum in St. Augustin), die mir a) wichtige Tipps zu Fördergeldern gegeben hat (auch das Coaching selbst wird zu 50% über das BPW – Beratungsprogramm Wirtschaft NRW gefördert) und b) immer wieder als Sparringspartnerin und Impulsgeberin dient, die mir die richtigen Fragen stellt und gemeinsam Antworten darauf erarbeitet. Wir kommen von unserer beruflichen Historie her aus verschiedenen Bereichen (sie aus dem Marketing, ich aus der IT) und haben dadurch verschiedene Blickwinkel auf verschiedene Themen – was der Reife der trends2move-Idee sehr dienlich ist.

Dann das Thema Design…. Ich habe sicher einige Stärken, aber ich glaube es ist ebenso wichtig sich einzugestehen, was man nicht so gut kann – dann sind wir beim Thema Design. Hier war mir von Beginn an klar, das ich dieses Thema an Profi’s geben möchte, denn eine stimmige, auf die Idee und Philosophie abgestimmte Außenpräsentation halte ich für sehr wichtig. Die trends2move-Leistungen sollen eine hohe Qualität haben, und sie sollen auch so dargestellt werden. Wie schon mehrfach hier im Blog berichtet, habe ich die Entwicklung von Logo, Corporate Design, Visitenkarten, Briefpapier und Website von Jessica Rudzki und Stephan Schug von EUKALYPTUDESIGN in Köln erstellen lassen. Ich kann die beiden nur weiterempfehlen, da sie sich intensiv mit meiner Idee und Philosophie auseinandergesetzt haben, viele gute Vorschläge machen und sehr iterativ und verbindlich  vorgehen. Und es macht Spaß, mit ihnen zusammenzuarbeiten ;-)

Und das wichtigste…

Neben den genannten Punkten gab es noch viele kleinere Aspekte beim Aufbau, die es verdient hätten, erwähnt zu werden (z.B. einen guten, mitdenkenden Steuerberater). Da es jetzt mit dem Geschäftsbetrieb, Marketing usw. richtig los geht, fehlt es mir an der Zeit, hier noch tiefer ins Detail zu gehen. Zum Abschluss möchte ich allerdings noch einen, sehr wichtigen Punkt benennen: die Feedbacks aller, denen ich die Idee vorgestellt habe. Ich habe sehr bewusst und sehr früh Menschen, denen ich vertraue, meine Idee vorgestellt und auch den Business Plan zum lesen gegeben und um Feedback gebeten. Diese Menschen haben verschiedenste Hintergründe (vom Künstler, über Sozialwissenschaftler bis zu IT-Managern) und dieses “Mini-Crowdsourcing” mit unterschiedlichsten Blickwinkel hat sich als sehr hilfreich erwiesen! Man selbst denkt in eigenen Mustern und ist überzeugt von der Idee – aber was hilft dies, wenn dies Andere nicht verstehen? Dann versteht es ein Interessent nachher auch nicht… Aus den vielen Feedbacks und Fragen sind Anpassungen am Konzept und an der Darstellung entstanden, es hat trends2move deutlich reifer gemacht und mich auf Fragen vorbereitet, die mir Interessenten stellen werden und die ich jetzt gut beantworten kann, da ich die Frage bereits kenne. Dieses Vorgehen kann ich wärmstens jedem empfehlen, der sich selbständig machen möchte – es lohnt sich.

Und deswegen möchte ich zum Abschluß der “Aufbau-Blog”-Reihe auch allen jeden Danke sagen, die bisher mitgewirkt und auch den Blog hier verfolgt haben. Der trends2move-Blog wird jetzt mit thematischen Inhalten fortgeführt und ein wichtiger Anteil des Website und des Marketings sein – und ich freue mich über jeden Kommentar und Kritik zu den Beitragen!

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